JIM

Jugendhilfe fördert Inklusion mit der Montessorigrundschule

Rahmenbedingungen

Das Inklusionsangebot JIM ist eine Maßnahme im Rahmen der Hilfen zu Erziehung nach § 27 SGB VIII in Verbindung mit § 29 SGB VIII (Soziale Gruppenarbeit) und der Eingliederungshilfe zur Sicherung der Teilhabe an schulischer Bildung gemäß § 35a SGB VIII.

Das Angebot der Ev. Kinder- und Jugendhilfe Aachen-Brand gGmbH ist ein ressourcen- und lösungsorientiertes Angebot. Es bietet auf den Einzelfall ausgerichtete Lern- und Erfahrungsfelder. In der Praxis wird deshalb an den Stärken der Kinder und Erziehungsberechtigten angeknüpft, um weiterführende Kompetenzen zu stärken. Im Rahmen der erzieherischen Hilfen werden mehrere Kinder inklusiv innerhalb der Schule unterstützt.

Derzeit steht das Angebot an der Städtischen Montessori-Grundschule Reumontstraße 9-11 Schüler*innen und deren Familien zur Verfügung. Über die Bewilligung der Hilfe entscheidet das Jugendamt der Stadt Aachen.

Zielgruppe

Zielgruppe sind Schüler*innen, die bis dato und auch zukünftig bei der gesellschaftlichen Teilhabe und schulischen Bildung aufgrund ihrer seelischen Entwicklung beeinträchtigt sind oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist. Somit weisen diese einen erhöhten Unterstützungsbedarf gemäß §35a SGB VIII auf.

Dies kann sich beispielsweise durch Schwierigkeiten in der Kontakt- und Beziehungsgestaltung, emotionale Verunsicherungen oder daraus resultierenden körperlichen Symptomen äußern.

Unser Angebot ist demnach für die Schüler*innen der Städtischen Montessori-Grundschule Reumontstraße geeignet,

  • deren Teilhabe am schulischen Bildungsprozess aufgrund der vorhandenen schulischen Ressourcen nicht gewährleistet ist.
  • deren Eltern bzw. aktuell sorgenden Bezugspersonen zur Zusammenarbeit mit dem Angebot der Ev. Kinder- und Jugendhilfe Aachen-Brand gGmbH bereit sind.

Außerdem findet durch eine systemische Arbeitsweise eine Unterstützung des gesamten Klassenverbandes und des Schulsystems der Städtischen Montessori-Grundschule Reumontstraße statt.

Das Angebot

Die pädagogische Arbeit mit differenzierten, pädagogischen Methoden umfasst die folgenden Arbeitsbereiche:

1. Arbeit mit den Schüler*innen

Im Schulalltag findet die Unterstützung im Unterricht und in den Pausen statt. Die Intensität hängt vom individuellen Bedarf des Kindes ab. Es werden zielgerichtete Beziehungsangebote gemacht. Die Förderung wird im Rahmen des Klassenverbandes, in Kleingruppen und in strukturierten Einzelkontakten umgesetzt. Krisensituationen werden begleitet und Zukunftsperspektiven gemeinsam erarbeitet. Dabei steht die Förderung des Sozialverhaltens und des sozialen Lernens im Vordergrund.

2. Arbeit mit den Eltern bzw. aktuell sorgenden Bezugspersonen

Von besonderer Bedeutung ist die Zusammenarbeit mit den Eltern oder aktuell sorgenden Bezugspersonen. Es finden regelmäßig verbindliche Beratungsgespräche statt. Gemeinsam werden sie darin gestärkt, ihre Ressourcen zu erkennen und ermutigt, auch schwierige Themen anzugehen. Dabei ist es uns wichtig, einen sicheren Ort anzubieten und wertschätzend in Kontakt zu treten. Die gemeinsam erarbeiteten Handlungsstrategien können durch die Zusammenarbeit auch in den Alltag zu Hause übertragen und dort genutzt werden.

3. Kooperationen mit der Schule und dem sozialen Bezugssystem

Die Vernetzung mit allen helfenden Personen innerhalb und außerhalb der Schule ist essentiell zur gemeinsamen, bestmöglichen Unterstützung der Familie. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit beispielsweise Lehrkräften, Ärzt*innen, Therapeut*innen und ambulanten Hilfen fester Bestandteil des Angebotes. Die Kooperation findet unter anderem durch die Mitarbeit in schulischen Gremien und vernetzenden Arbeitskreisen statt.

Zielsetzung

Ziel des Angebotes ist die Förderung der gleichberechtigten Teilhabe aller Schüler*innen der Städtischen Montessori-Grundschule Reumontstraße an der schulischen Bildung durch eine gelingende Teilnahme am Schulalltag. Den Kindern und Familien wird nach und nach mehr Verantwortung übertragen, sodass schrittweise die eigenständige Bewältigung des Schulalltages gelingen kann.

Dies beinhaltet folgende Zielsetzungen:

  • verbesserte Lern- und Förderbedingungen in der Schule erreichen
  • Ressourcen in der Familie nutzen und Selbsthilfepotentiale stärken
  • Stärkung des Familiensystems im Rahmen regelmäßiger Beratungsgespräche
  • die psychosoziale Kompetenz des/der Schüler*in erhöhen
  • Allgemeinbildung und Alltagskompetenzen fördern
  • dem/der Schüler*in zu ermöglichen, die unterrichtsfreie Zeit sinnvoll zu gestalten
  • den/die Schüler*in zu befähigen, bestehende schulische Ressourcen zu nutzen
  • Vermittlung von sozial akzeptierten Werten und Normen

Unser Team

Stefan Heidemanns
Diplom-Sozialpädagoge, Systemischer Berater (DFS)

Paul Eschweiler
Diplom-Sozialpädagoge, Anti-Gewalt-Trainer

Ulrike Steukers
staatlich anerkannte Erzieherin, Systemische Beraterin (IBS), Systemische Kinder- und Jugendtherapeutin

Martina Reiners
staatlich anerkannte Erzieherin, Sozio-integrative Beraterin, Marte Meo Therapeutin

Daphne Schwartz
Sozialpädagogin (B.A.)

Elena Donners
staatlich anerkannte Erzieherin, Sozialpädagogin (B.A.), Masterstudiengang Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Kinder-und Jugendhilfe

Wir nehmen fortlaufend an regelmäßiger Supervision, Fachberatungen und Fortbildungen teil.


Inklusionangebot J I M
Reumontstraße 52

52064 AachenTelefon (0241) 40 93 084
E-Mail: jim@kinderundjugendhilfebrand.de

Aufnahmeverfahren

Bei Fragen zur Aufnahme sowie allen weiteren Fragen rund um das Thema J I M stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung:

Herr Thomas Beyer
Bereichsleitung
Freunder Landstraße 60
52078 Aachen

Telefon (0241) 92 827-38
Telefax (0241) 92 827-32
Mobil (0171) 56 67 648
thomas.beyer@kinderundjugendhilfebrand.de

Bereichsleitung
Thomas Beyer
Tel. (0241) 92 827-38

Gruppenleitung
Stefan Heidemanns:
Tel. (0241) 40 93 084
jim@kinderundjugendhilfebrand.de 

Anschrift
Reumontstraße 52, 52064 Aachen

C. Kirsch-Augustin, P. Eschweiler, M. Reiners, S. Heidemanns, U. Steukers, E. Donners